2009-10-26 22:53 von Frank
Eichhornia crassipes blüht zwar jedes Jahr reichlich, aber die Blüten werden nur einige Tage alt. Dann welken sie schnell und fallen ab. Jedesmal wenn die Eichhornien in Blüte standen, habe ich mir vorgenommen die Pracht aufs Foto zu bannen, aber immer wieder kam etwas dazwischen und die Blütezeit war dann wieder einmal vorbei.
In diesem Jahr ist es nun aber doch gelungen. Die Wasserhyazinthe steht bei uns ausschließlich im Treibhaus. Wir kultivieren sie in großen Containern von ca. 1m³ Wasserinhalt. Darunter wächst natürlich nichts mehr, weil die Oberfläche dicht mit den fleischigen Blättern der Eichhornia zugewachsen ist. Wenn ich eine Wasserhyazinthe aus dem Becken nehme, dann hängen wenigstens vier oder fünf Tochterpflanzen an jeder eingesetzten Mutterpflanze. Trotzdem habe ich einige Goodeiden, also Hochlandkärpflinge aus Mexico, eingesetzt.
Die Fische scheinen sich pudelwohl zu fühlen und vermehren sich reichlich. Zwischen dem schwarzen Wurzelwerk siedeln sich viele Insektenlarven und anderes Wassergetier an, welches den Weg in unsere Treibhäuser findet. Hier im Dschungel der Eichorniawurzeln finden sie Schutz vor dem Zugriff der Fische. In diesem Jahr allerdings hat sich wohl eine Großlibelle ins Treibhaus verirrt. Mehrere etwa fingerlange Larven haben sich wohl vorwiegend von den jungen Goodeiden und den ebenfalls eingesetzten Zwerggarnelen ernährt. Mein Fischbestand wurde jedenfalls ziemlich dezimiert. Aber das ist der Lauf der Natur. Im nächsten Jahr gewinnen dann vielleicht wieder die Fische.
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2009-10-26 03:05 von Frank
Wie jedes Jahr stehen unsere Aponogeton longiplumulosus wieder seit einigen Wochen in voller Blüte.
Die A. longiplumulosus wachsen bei uns ganzjährig submers. Zweimal im Jahr verlieren sie so gut wie alle Blätter, um nach einiger Zeit (meist so um die 4 Wochen) wieder neu auszutreiben. Die Ruhezeit, kündigt sich dadurch an, dass keine neuen Blätter mehr gebildet werden. Da die älteren Blätter nur eine begrenzte Haltbarkeit von etwa 3-4 Monaten haben, bekommen sie nach Ablauf dieser Zeit braune Stellen und zerfallen nach und nach. Ich vermute am natürlichen Standort fällt diese Erscheinung mit der Trockenzeit zusammen.
Warum das im Aquarium allerdings annähernd im sechsmonatigen Rhytmus auftritt, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht reicht die “Vegetationsperiode” im Aquarium nicht aus, um die Speicher für eine längere Ruhephase zu füllen, oder die ständige Haltung im Wasser regt die Pflanzen zum frühzeitigen Austrieb an. Wie dem auch sei, alle halbe Jahr erfreuen uns die Aponogeton longiplumulosus mit frischem, kräftigem Blattaustrieb. Es werden auch reichlich Tochterknollen gebildet, die wir neben den entstehenden Samen für die Vermehrung nutzen. Es ist also keineswegs unbedingt nötig die Knollen wärend der Ruhephase aus dem Aquarium zu entnehmen. Kurze Zeit nach den ersten neuen Blättern wachsen auf langen Stielen die Blütenknospen heran. An der Waseroberfläche angekommen teilt sich die Knospe in zwei ährenförmige Rispen.
Die Aponogeton longiplumulosus blüht kräftig pinkfarben. Wie auf den Bildern zu sehen ist, blühenen die kleinen Einzelblüten von der Basis beginnend nacheinander auf. Dadurch haben sich bereits an den ersten Einzelblüten Samen gebildet, während die Blüten an der Spitze gerade erst aufblühen.
Wir lassen die Samen von selbst abfallen, da es anhand der Farbe schwierig ist, den richtigen Reifegrad abzuschätzen. Die Samen treiben dann an der Oberfläche und können leicht abgesammelt werden. Vor kurzem haben wir wieder einige Samen der A. plumulosus geborgen. Über die Anzucht der Jungpflanzen werde ich dann berichten.
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2009-10-25 02:06 von Frank
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2009-10-21 19:20 von Frank
Einige phylogenetische Analysen der letzten Zeit legen den Schluß nahe, dass die kleinen ausläuferbildenden Echinodoren eher mit der in Asien und Afrika vorkommenden Gattung Ranalisma verwandt sind, als mit den neuweltlichen großen Echinodorusarten.
Aufgrund der Ergebnisse der Analysis of Echinodorus (Alismataceae): simultaneous analysis of molecular and morphological data stellen Samuli Lehtonen und Leena Myllys die Gattung Helanthium wieder auf.
Die Gattung umfaßt zur Zeit drei Arten.
Helanthium tenellum (früher Echinodorus tenellus),
Helanthium bolivianum (früher die sehr ähnlichen “Arten” Echinodorus bolivianus, Echinodorus australis, Echinodorus latifolius, Echinodorus quadricostatus, Echinodorus latifolius, Echinodorus angustifolius und Echinodorus isthmicus) und
Helanthium zombiense.
Die Unterarten Echinodorus tenellus var. tenellus und Echinodorus tenellus var. parvulus sind künftig als Synonyme von Helanthium tenellum anzusehen.
Ob es wegen der relativ großen Variabilität von H. tennellum und H. bolivianum zu weiteren Artbeschreibungen kommt, bleibt abzuwarten. Lehtonen geht aufgrund der genetischen Analysen davon aus, dass es sich bei allen bisherigen Unterarten nur um Variationen der beiden Arten handelt.
siehe auch: http://www.flowgrow.de/neue-und-besondere-wasserpflanzen-f104/helanthium-tenellum-parvulum-t7506.html
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